Ein Zuhause, das Sicherheit und Freiheit verbindet
Für viele Bewohner:innen liegt das Besondere im Zusammenspiel von Gemeinschaft und Eigenständigkeit. Sie erleben, dass sie Teil eines Miteinanders sind und gleichzeitig ihren eigenen Raum haben. Eine Bewohnerin sagt: „Ich habe hier eine Gemeinschaft, in der ich mich wohl fühle.“ Andere nennen Freiraum, eine eigene Küche und ein eigenes Bad oder „Hier bin ich unabhängig und kann abends auch ins Kino gehen.“
Auch aus Sicht unseres multiprofessionellen Fachkräfte-Teams geht es darum, Menschen so zu begleiten, dass sie möglichst nah an einem selbstbestimmten Alltag leben können: bedürfnisorientiert, mit Hilfe zur Selbsthilfe und mit viel Raum für eigene Entscheidungen.
Gemeinschaft im Alltag: da sein, ohne einzuengen
Wie Wohnen in Gemeinschaft für unsere Bewohner:innen im Alltag aussieht, ist ganz unterschiedlich. Doch die Gemeinschaft spielt dabei eine wichtige Rolle. Bewohner:innen beschreiben sie als „sehr wichtig“ und als etwas, das „zur psychischen Stabilität“ beiträgt. Auch das Team erlebt die Gemeinschaft als konstante Stabilität, die Sicherheit geben kann — manchmal fast „wie eine Familie“.
Gleichzeitig gilt: Nicht alle möchten immer Nähe. Rückzugsmöglichkeiten sind wichtig und werden respektiert. Genau dieses ausgewogene Miteinander macht das Zusammenleben tragfähig.
Mitbestimmen gehört dazu
Wohnen in Gemeinschaft heißt auch, den Alltag gemeinsam zu gestalten. Entscheidungen werden in den Wohngemeinschaften nicht einfach vorgegeben, sondern miteinander besprochen.
Auch das Team beschreibt die regelmäßigen Bewohner:innen-Meetings als Ort, an dem demokratisch entschieden und das Zusammenleben aktiv gestaltet wird.
So entstehen nicht nur Regeln und Strukturen, sondern auch gemeinsame Erlebnisse: Ausflüge, Kochgruppen, gemeinsames Essen oder Feiern im Jahreslauf. Gerade solche Momente machen Gemeinschaft spürbar und schaffen Verbindung im Alltag. „Vor allem gemeinsame Feiern, wie zum Beispiel die Weihnachtsfeier, sind schön“, heißt es in einer Rückmeldung.
Unterstützung, die sich am Alltag orientiert
Was Bewohner:innen als hilfreich erleben, ist aber auch sehr konkret: etwa bei hauswirtschaftlichen Aufgaben, in Krisen oder im Umgang mit der eigenen Erkrankung. Besonders wertvoll ist für manche, „dass jemand dabei ist“, zum Beispiel bei belastenden Terminen. Andere schätzen, dass sie über Probleme und Wünsche offen reden können.
Für das Team bedeutet das: zuhören, reflektieren, anleiten, motivieren, mit Humor da sein und in Krisen ruhig, sensibel und deeskalierend handeln. Beziehung auf Augenhöhe, Verlässlichkeit und das Respektieren von Grenzen sind dabei zentral.
Was im Alltag wirklich zählt
Bemerkenswert ist, wie oft in den Antworten nicht das Große und Grundsätzliche genannt wird, sondern die kleinen Dinge, die den Alltag lebbar machen. Eine stabile Internetverbindung. Die Möglichkeit, seinen Freizeitaktivitäten nachzugehen – alleine oder in Gesellschaft. Ein Rückzugsort. Unterstützung, wenn Hilfe nötig ist. Oder einfach das Gefühl, unabhängiger zu sein als zuvor.
Für das Team zeigt sich der Wert des Angebots oft in kleinen, aber wichtigen Veränderungen: Menschen werden stabiler, offener, selbstbewusster, entspannter und können mehr für sich einstehen. Angehörige erleben häufig Entlastung, weil Verlässlichkeit entsteht und Klinikaufenthalte durch mehr Stabilisierung seltener werden können.
Die Wohngemeinschaften in Ingolstadt, Schrobenhausen und Pfaffenhofen sind unterschiedlich — und doch zeigen die Rückmeldungen etwas Gemeinsames: Wohnen in Gemeinschaft bedeutet für viele Bewohner:innen mehr als ein Wohnangebot. Es ist ein Ort, an dem sie sich wohlfühlen, ernst genommen werden und Schritt für Schritt mehr Sicherheit im eigenen Leben gewinnen.

Silke Fischer-Hoffmann
Ihre Ansprechpartnerin für die Region 10 (Ingolstadt, Neuburg/Schrobenhausen und Pfaffenhofen)
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